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Ikonenmalerei. Sie tritt in der mittelalterlichen Kunst Bulgariens nach der ?bernahme des Christentums im Jahre 846 auf und hat die byzantinische Ikonenmalerei als Vorbild.
Die keramischen Ikonen der Pliska-Preslav-Kultur gelten als einzigartig. Als Grundlage dient eine Tafel aus Keramikplatten, die mit grellen Farben bemalt wird.
Aufgrund der Zerbrechlichkeit des Materials sind heute ganz wenige dieser Werke erhalten geblieben, und zwar nur fragmentarisch. Unter den relativ besser erhaltenen ist die bekannte keramische Ikone „Sveti Teodor Stratilat“.
In der Epoche des Zweiten bulgarischen Staates gab es zwei Hauptrichtungen in der Ikonenmalerei: die volkst?mliche und die offizielle oder k?nigliche. Die erste ist in den volkst?mlichen Traditionen verwurzelt, w?hrend die zweite der Malerei der Tarnovo-Schule entspringt und von der Renaissance beeinflusst ist.
Zu den bekanntesten Werken der bulgarischen Ikonenmalerei aus jener Zeit z?hlen die beiderseitig bemalten Ikonen „Die Gottesmutter und der Heilige Johannes“ (Poganovska ikona) aus dem Jahre 1396, „Bogorodica Eleusa“ aus Nesebar (13. – 14. Jh.), und andere, die liebevoll mit Silber geschm?ckt sind.
Ein bekannter bulgarischer Ikonenmaler aus dem 16. Jh. ist Pimen Zografski. Eine der sehr oft wiedergegebenen Figuren in der bulgarischen Ikonenmalerei ist der Heilige Ivan Rilski.
Die Nationale Wiedergeburt brachte eine Erneuerung in der Ikonenmalerei. Der neue Stil lag der volkst?mlichen Tradition nahe, ohne dabei den Richtlinien des Genres zu widersprechen. Grelle, lebenslustige Farben, Gestalten in zeitgem?ssen Kost?men, die Wiedergabe von bulgarischen K?nigen und Patriarchen (die in der Epoche der osmanischen Herrschaft in Vergessenheit geraten waren) sind f?r die Malerei der Nationalen Wiedergeburt kennzeichnend.
Neue Malschulen wurden in Samokov, Triavna, Debar u. a. begr?ndet Zu den bedeutenden Ikonenmalern jener Zeit z?hlen Zahari Zograf, Nikola Obrazopisov, Stanislav Dospevski.
Die zeitgen?ssische bildende Kunst Bulgariens ist Bestandteil der Weltkunst. Sie achtet die Traditionen der einzigartigen Werke, die im Laufe von Jahrtausenden geschaffen wurden.